„Möge die Nacht mit uns sein“ (PNP vom 27.03.2019) von Julia Berner

Sternwarte für Besucher am Astronomietag 30. März ab 16 Uhr geöffnet Das Motto des diesjährigen bundesweiten Astronomietags lautet: „Möge die Nacht mit uns sein.“ Was vielleicht zuerst lustig klingt, hat eigentlich einen ernsten Hintergrund: Das Motto weist auf die zunehmende Lichtverschmutzung hin. Darunter versteht man die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, die astronomische Beobachtungen erschweren.

Ein Beispiel: Wer auf dem Land im Dunkeln in den Himmel blickt, kann bis zu 3000 Sterne und andere Himmelskörper sehen. Macht man das gleiche in größeren, grell erleuchteten Städten wie München, Hamburg oder Berlin, wird man vermutlich enttäuscht sein: Dort gibt es nur etwas 50 Himmelskörper zu sehen. Grund dafür ist eben die Lichtverschmutzung, die europaweit um schätzungsweise sechs Prozent pro Jahr zunimmt.

Der bundesweite Astronomietag findet in diesem Jahr am kommenden Samstag, 30. März, statt und wie in den letzten Jahren wird sich die Sternwarte des Wilhelm-Diess-Gymnasiums auch heuer wieder daran beteiligt. Ab 16 Uhr öffnet der Betreuer der Sternwarte, Stephan Wimmer, kostenlos die Tore der Sternwarte für alle Interessierten. Durch die vielen verschiedenen Instrumente können alle einen Blick ins All werfen. Stephan Wimmer erklärt die Entdeckungen gerne. Um 19 Uhr wird er in einem Physiksaal des Gymnasiums einen Vortrag zur Lichtverschmutzung halten. Die Pforten der Sternwarte werden erst weit in die Nacht hinein geschlossen, je dunkler es wird, desto mehr gibt es am Himmel zu sehen.

Bei wechselhaftem Wetter empfiehlt Stephan Wimmer, sich unter sternwarte.wdg-pocking.de zu informieren, ob der Beobachtungsabend stattfindet oder es einen Ersatztermin gibt.

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aktualisiert: 03.04.2019