Besonderes Training begeistert (PNP vom 14.07.2018) von Hans Nöbauer

„Inklusions-Projekt Fußball" des 1. FCN für 40 Talente des Anne-Frank-Förderzentrums und WDG

Trotz deutschen WM-Desasters: König Fußball regiert nach wie vor größtenteils die Sport- und damit auch Schul- und Freizeitwelt Heranwachsender quer durch alle Bildungseinrichtungen, die diesem Trend neuerdings gemeinsam Rechnung tragen. Vom traditionsreichen Nürnberger „Club" unter dem Aspekt seiner gesellschaftlichen Verantwortung bereits im Vorjahr initiiert, praktiziert der 1. FC Nürnberg seither mit insgesamt 20 ausgewählten Schulen ganz Bayerns ein „Inklusions-Projekt Fußball", dem neuerdings auf Pockinger Boden auch das „Sonderpädagogische Förderzentrum" (SFZ) Anne-Frank-Schule und Wilhelm-Diess-Gymnasium angehören.

Obwohl die 40 Siebtklass-Jungs und -Mädels noch nicht einmal auf der Welt waren, als der frühere Fußball-Profi Jörg Dittwar seine Kicker-Stiefel für die „Clubberer" schnürte: Zusammen mit Vereinskameraden Herbert Harrer lange Jahre „DFB-Trainer der deutschen Nationalmannschaft für Spieler mit intellektueller Beeinträchtigung", folgten die 40 Rott- und Inntaler Nachwuchs- Talente zwischen Tettenweis und Egglfing sämtlichen ballspieltechnischen wie taktischen Anweisungen der beiden heutigen Fußball-Senioren mit spürbarem Interesse plus großer Begeisterung.

„Schon letztes Jahr wurde vom Nürnberger Club am Sportpark Valznerweiher ein wöchentliches Gemeinschaftstraining für Menschen mit und ohne Behinderung ins Leben gerufen", wie der frühere „Bundesliga-Routinier" Jörg Dittwar gegenüber SFZ-Schulleiter Josef Wenzl, den zuständigen Schulsportbeauftragten Edith Mattes und Thomas Krompaß sowie Studienreferendar Michael Kahn (Gymnasium) einleitend betonte.

„In einem dreijährigen Modell-Projekt bestreiten zwei Partnerschulen heuer zunächst direkt vor Ort ein mehrstündiges Inklusions-Training an vier Übungsstationen nach Ballschul-Programmen der Kölner Sporthochschule und trainieren im folgenden Jahr einen Vormittag lang auf dem Vereinsgelände des 1. FC Nürnberg, während 2019 ein Inklusions-
Fußballturnier beim Club den sportlichen Höhepunkt bildet", umriss Herbert Harrer ein bislang in dieser Form einmaliges Pilotprojekt des frisch gebackenen Bundesliga-Aufsteigers.

Zu den Pockinger Stations-Inhalten zählten auf der „AnneFrank-Arena" neben diversen „Handicap-Modulen" auch „kognitive sowie mentale Schalter- Programme", die Verbesserung der allgemeinen wie speziell auch sportartspezifischen Bewegungskoordination sowie vor allem auch die „elementare Fußball- Technik und -Taktik" samt sportartübergreifendem Spiel- und Spaßprogramm.

„Erst die Übung macht den Meister: Kein Dribbelkünstler, Torschützenkönig, Abwehr-Stratege oder Mittelfeld-Spielgestalter fällt nämlich vom Himmel, sondern muss seine technisch-taktischen Fertigkeiten und Fähigkeiten schon seit frühester Jugend durch hartes Training bis auf Top- Niveau möglichst regelmäßig erarbeiten", betrachteten die beiden Nürnberger „Inklusions-Trainer" zuletzt „fortwährende Übungsbereitschaft als Grundvoraussetzung für den angestrebten Erfolg".

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aktualisiert: 03.04.2019