Ein Eis nach dem Mathe-Abi (PNP vom 04.05.2018) mut

Elternbeirat des Gymnasiums spendiert Schülern eine Abkühlung
Die Köpfe rauchen, die Hände zittern, ein flaues Gefühl hält sich hartnäckig im Magen. Bekannte Symptome der Prüfungszeit, als gestern der Startschuss für das Abitur 2018 in Bayern gefallen ist. Um das Ganze erträglicher zu machen, hat sich der Elternbeirat des Wilhelm-Diess-Gymnasiums Pocking eine süße Überraschung für die Schüler ausgedacht: Sie haben den Abiturienten leckeres Eis spendiert.

Nach Wochen und Monaten der Vorbereitung wurde es für die bayrischen Abiturienten ernst. 73 Schülerinnen und Schüler des WDG stellen sich seit Mittwoch den Prüfungen. Um 9 Uhr schlossen sich die Türen der Prüfungszimmer. Die Anwesenheit wurde kontrolliert, kleine Süßigkeiten verteilt – und dann auch die Prüfungsblätter. Den Anfang machte das Fach Mathematik, das in Bayern seit 2009 verpflichtend für das Abitur ist. Auch wer schon lange aus der Schule ist, erinnert sich oft mit Grauen an Mathe zurück. Sinus und Kosinus, Zylinder und Raute, Wahrscheinlichkeitsrechnung – die einen reiben sich die Hände, bei den anderen stellen sich die Haare auf.

Das weiß auch der Elternbeirat des Pockinger Gymnasiums und so wuchs schnell die Idee, die Abiturienten nach ihrer ersten wichtigen Prüfung mit einer Erfrischung zu überraschen. Kurz vor ein Uhr ist ein schnuckliger Eiswagen auf den Schulhof gefahren. Das lassen sich natürlich auch die Mit-tel- und Unterstufler nicht entgehen und prompt bildet sich eine lange Schlange an der Verkaufstheke. "Das hab ich jetzt gar nicht bedacht", lacht Elternbeiratsvorsitzender Dr. Markus Werner.

Aber natürlich ist genügend für die Abiturienten übrig. Nach vier unendlich wirkenden Stunden werden sie aus der Abiturprüfung entlassen – müde und ausgelaugt. Doch dann entdecken sie den Eiswagen, hören die Worte "für Abiturienten Eis frei" und schon erhellen sich die Gemüter.

Während sie sich das Eis schmecken lassen, reden sie kurz über die Prüfungen, vergleichen Ergebnisse und schmieden Pläne für den Nachmittag. Und immer wieder fallen die Worte: "Nie wieder Mathe!" Moritz Werner und Franziska Biemann fanden die Prüfung "nicht ganz so leicht", für Sophie Obernbichler waren die Aufgaben hingegen machbar und ganz in Ordnung. Ebenso lobte Margareta Haslinger die gut ausgewählten Aufgaben.

In einem waren sie sich aber alle einig: im Aufatmen, die erste Abiturprüfung hinter sich gebracht zu haben. "Die Angst davor ist am schlimmsten", weiß Margareta, "aber als wir drin saßen, erinnerte die Situation eher an eine ganz normale Klausur".

Eine von Fünf ist nun schon geschafft. Am liebsten würden die Mädchen und Jungen schnell mit der nächsten Abiturprüfung weitermachen um alles schnell hinter sich zu bringen. Bis Montag bleibt ihnen nun Zeit noch mal etwas zu lernen, dann wird das dritte Abiturfach geschrieben, das frei wählbar ist. Die meisten haben sich dabei für die Fremdsprache Englisch entschieden. Viel Glück!

zurück


  Intern

© WDG - Pocking

aktualisiert: 03.04.2019