Gymnasiasten bauen Hightech-Boot (PNP vom 30.04.2018) von Dr. Arno Scherling

WDG beteiligt sich am Wettbewerb Vision-Ing21 der Uni Erlangen-Nürnberg

Der Landessieger des letztjährigen „Jugend forscht"- Wettbewerbes, Sebastian Lew, holt ein unscheinbares Modellboot aus einer Kiste. Auf dem Deck sind sechs fingerdicke Doppelzylinder verteilt. „Das sind die Ultraschallsensoren - jeweils ein Sender und ein Empfänger," erklärt der Sechzehnjährige fachmännisch. Mit seinem Hightech- Boot will das Team aus dem MINT-Unterricht des Pockinger Gymnasiums beim Wettbewerb „Vision-Ing21" teilnehmen. MINT bedeutet Mathematik-Informatik-Natur-Technik. Daher ist bei allen Teammitgliedern - eine Schülerin und vier Schüler - sehr großes technisches Interesse vorhanden.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbes „Vision-Ing21" der Universität Erlangen-Nürnberg steht das aktive Arbeiten eines Schülerteams an einem selbst gewählten Thema aus dem Bereich Naturwissenschaft und Technik. Ein wesentlicher Bestandteil der Wettbewerbsausschreibung ist die enge Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern mit Unternehmen aus der Region.

Mit alternativer Energie betrieben

Die Technik-Freaks aus der Jahrgangsstufe 10 des WDG entwickeln gerade für diesen länderübergreifenden Wettbewerb ein Boot, das sich autonom steuern und mit alternativer Energie (Photovoltaik) betrieben werden soll.
Mit Hilfe der erwähnten Ultraschallsensoren soll ein programmierbarer Abstand zum Ufer gehalten beziehungsweise eine Kollision mit dem Ufer verhindert werden. Zusätzlich soll es Energie durch Solarzellen aufnehmen, in einen effektiven Akku speichern und sich mit Hilfe dieser Solarenergie fortbewegen.
Durch das gemeinsame Arbeiten an diesem interessanten Projekt konnten schon wichtige Erfahrungen für den Informatikunterricht gesammelt werden. „Die verbauten Mikrocontroller haben wir selbst programmiert", erklärt die 16-jährige Katharina stolz. Durch den Umgang mit diesen sogenannten ARDUINOs hat sich das Schüler-Team fast spielerisch seine Programmierfähigkeit angeeignet.

Die geforderten externen Partner geben dazu fachliche Ratschläge, unterstützen durch ihr Knowhow und steuern hochwertiges Material bei. Das Pockinger Gymnasium ist sehr stolz, für diesen bedeutenden Wettbewerb gleich zwei hochkarätige externe Partner - im wahrsten Sinne des Wortes - ins Boot geholt zu haben: Die Firma Micro Epsilon aus Ortenburg ist auf dem Gebiet der industriellen Messtechnik führend, so zum Beispiel bei der Entwicklung von Sensoren zur Weg- und Abstandsmessung.

Hochkarätige Partner unterstützen die Schüler

Micro Epsilon unterstützt das WDG seit vielen Jahren im Bereich Physik/Technik/Informatik; so wurden in diesem Schuljahr 24 ARDUINOLernsets gesponsert. Der zweite Partner, das Technologiezentrum Energie Ruhstorf (TZE) ist eine Außenstelle der Hochschule Landshut und ein Forschungszentrum für energetische Physik. Hier wird, unter anderem zum spannenden Thema Energiespeicherung geforscht und daher stammen wichtige Erkenntnisse über die ins Boot eingesetzten Akkumulatoren.
Den MINT-Unterricht genießen die Schüler des WDG von der achten bis zur zehnten Jahrgangsstufe zur individuellen Förderung. In diesem Unterricht gibt es kein Auswendiglernen, es werden vielmehr praktische Bezüge hergestellt, vor allem im Experimentieren und Programmieren. Hierbei entsteht eine profunde Verknüpfung von Physik, Elektronik, Sensorik und Informatik.

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aktualisiert: 03.04.2019