109 neue Schüler und zwölf neue Lehrer (PNP vom 09.09.2020) von Dr. Arno Scherling


Bild: Schulleiter Martin Thalhammer (Mitte vorne) mit den neuen Lehrkräften Alexandra Deser, Martin Bründl, Ulrike Karl, Birgit Gottinger, Elke Hankofer-Bloch, Ralph Wiener, Jeremy Braun, Markus Jaursch, Maximilian Sandt und Markus Eglseder.

Das Wilhelm-Diess-Gymnasium konnte am gestrigen Dienstag 109 Schulanfänger in der fünften Jahrgangsstufe begrüßen. Es konnten fünf kleine Klassen gebildet werden. Die Lehrerversorgung und die Unterrichtssituation sind durch zwölf Neuzugänge bzw. Wiedereinsteiger optimal gesichert. Ab 1. Oktober wird der Englischunterricht wieder mit einer Fremdsprachenassistentin, Georgia Hoggart aus England, bereichert.

Insgesamt besuchen heuer 732 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium Pocking. Diese sind in 25 Klassen – in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn – mit durchschnittlich 23,3 Schülern pro Klasse sowie in die Qualifizierungsstufe (Q 11/12) eingeteilt. In den Klassen fünf bis sieben wird in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik je eine zusätzliche Stunde ausgewiesen, um Corona-bedingten Nachholbedarf auszugleichen. Neu ist in diesem Schuljahr eine Schülersprechstunde für die Mittel- und Oberstufe, bei der Kernfachlehrer zur individuellen Unterstützung und Beratung zur Verfügung stehen werden, um Wissenslücken zu schließen. Es gibt drei Gruppen in der Offenen Ganztagsschule für die fünften mit achten Klassen. Zur Hausaufgabenbetreuung stehen den Schülern zwei pädagogische Fachkräfte und Lernhelfer (Lehrer, Lehramtsstudenten) stets unterstützend zur Seite. Auch der digitale Ausbau wird im Schuljahr 20/21 weiter vorangetrieben.

Neben dem langjährigen Hausmeister Josef Loher wurden vier langgediente Pädagogen in den Ruhestand verabschiedet: Nach fast vier Jahrzehnten verließ Maria Osterholzer das Wilhelm-Diess-Gymnasium. Als die junge Lehrerin ihren Dienst als Studienrätin z. A. am Pockinger Gymnasium antrat, befand sich das Schulgebäude noch in der Indlinger Straße. Als engagierte Geisteswissenschaftlerin unterrichtete sie jahrzehntelang die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und schließlich auch Ethik. 1980 übernahm Maria Osterholzer 1990 die Fachbetreuung in Geschichte/Sozialkunde und ab 2004 in Deutsch. Theaterveranstaltungen, Vorlesewettbewerbe, Autorenlesungen, Portfolio-Arbeit, Tastschreiben, Dialektpflege, Vorlesetage und Schülerlesebücherei sind nur einige Beispiele für die zusätzlichen Tätigkeiten, die Maria Osterholzer in Angriff nahm.

Über 20 Jahre lang hat Mechthild Struve die Fächer Deutsch, Geschichte und Sozialkunde unterrichtet. Mehr als zehn Jahre war sie im Personalrat tätig und engagierte sich für das Wohl ihrer Kolleginnen und Kollegen. Sie unterstütze diese auch durch die Begleitung und Organisation von zahlreichen Studien- und Theaterfahrten, Exkursionen und Schülerheimaufenthalten.

Der promovierte Germanist und Historiker Wieland Zirbs begann sein Referendariat in den 1980er Jahren in München und schrieb daneben seine Dissertation über das Spätwerk des Dichters Wilhelm Raabe. Wenig später veröffentlichte Zirbs erste Schulbücher sowie seinen Beitrag zur Literaturgeschichte „Grundlagen, Stile, Gestalten“. Sein Fachwissen gab er als Referent am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) für das Fach Deutsch weiter. Er führte das Fach an bayerischen Gymnasien zielsicher durch die anstrengenden Jahre der deutschen Rechtschreibreform. In diese Zeit fällt auch seine Mitherausgeberschaft eines erfolgreichen Deutschlehrbuches. Dr. Zirbs hat somit einen wesentlichen Beitrag zur germanistischen Bildung unzähliger bayerischer Schüler geleistet. Im Jahr 2011 gelangte er schließlich ans Pockinger Gymnasium als weiterer Fachbetreuer für das Fach Deutsch. Er war federführend bei der Entstehung und dem Inhalt der Schulverfassung des Wilhelm-Diess-Gymnasiums.

Nach 30 Jahren verließ das Urgestein Reinhold Steininger das Gymnasium. 1990 kam der bekennende „Waidlerbua“ ins Rottal. Generationen von Schülern und Schülerinnen hat er mit seiner ungewöhnlichen und unkonventionellen Art, mit viel Stimmaufwand und schauspielerischen Einlagen für seine Fächer Latein und Deutsch begeistert. Gegenseitige Wertschätzung, die Förderung von eigenständigem Denken und das Zugeständnis eines hohen Maßes an Eigenverantwortung stellten zentrale Aspekte seines Wirkens dar. Diese Werte hat er seine Schüler gelehrt und in diesem Geist führte er auch die Lateinfachschaft. Um seine Expertise in bairischer Sprachwissenschaft machte er nie viel Aufhebens – mehrere wissenschaftliche Artikel und Bücher hat er dazu veröffentlicht.

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aktualisiert: 03.04.2019