Londonfahrt des Q11
 

Vom Tower bis zum London Eye - super war’s, so soi’s a sei!

Als „William the Conquerer“ im Jahre 1066 den Ärmelkanal überquerte, um England zu erobern, war dies mit Sicherheit keine Vergnügungsreise, sondern harte Arbeit. Ganz anders erging es hingegen den 106 erlebnishungrigen Pockinger Schülern, die am 19.07.2010 das gleiche Ziel ansteuerten. Die „Invasion“ begann bereits um 7.00 Uhr morgens auf dem Parkplatz vor dem Wilhelm-Diess-Gymnasium, wo sich die Truppen gut ausgerüstet und gut genährt sammelten, um die anstrenge Überfahrt in Angriff zu nehmen. Mit dem Bus, dem Truppentransporter der Gegenwart, ging es zum Flughafen nach München, wo wir gegen 11.25 Uhr nahezu einen Privatflug nach Heathrow auf uns nahmen. Da die Eroberung Englands aus der Luft bekanntlich eher schwierig ist, freuten wir uns, in friedlicher Absicht gekommen zu sein.
Am Zielort aufgeschlagen, brachte uns ein weiterer Truppentransport zu unserem Quartier. Da die Engländer scheinbar von unserer friedlichen Absicht angetan waren, residierten wir dann auch in einem hervorragenden Hotel mit modernen Zimmern und reichhaltigem Frühstücksbuffet. Invasion geglückt!

Gleich am ersten Tag machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur nahegelegenen „Angel Tube Station“, wo wir sofort mit der Hektik des Großstadtlebens konfrontiert wurden. Es ging darum, bei derartig riesigen Menschenmassen nicht unter die ´Räder´ der U-Bahn zu kommen. Aber wir wurden ja immer mit dem Satz “ Please mind the gap“ darauf hingewiesen, vorsichtig zu sein. In der Stadt erkundeten wir zunächst einige Sehenswürdigkeiten: Houses of Parliament, Big Ben, das Regierungsviertel mit Horse Guards und Downing Street 10. Über Leicester Square zum Trafalgar Square ging es dann vorbei an imposanten Gebäuden wie der National Gallery oder dem Piccadilly Circus. Ein unvergesslicher Bestandteil unserer Stadtbesichtigung war selbstverständlich auch China Town, die uns in eine ganz andere Welt entführte. Am nächsten Tag spazierten wir durch den Hyde Park in Richtung Buckingham Palace, wo wir Ausschnitte des “Changing of the Guards“ sahen. Auch eine Bootsfahrt nach Greenwich war gebucht. Entlang der Themse bestaunten wir die modernen Wohngegenden, welche heute die alten Hafenanlagen ersetzen. Dort angekommen suchten wir den Nullmeridian, der sich entgegen unser aller Erwartung aber als eher unspektakulär herausstellte. Natürlich gab es noch viele weitere Highlights: Zuerst die Fahrt mit dem “London Eye“, dem weltweit größten Riesenrad. Es ging bei einer halbstündigen Fahrt, die sich wirklich gelohnt hat, da sie einen traumhaften Überblick über die gesamte Stadt und Umgebung bot, hoch hinaus, insgesamt 135m. Natürlich war auch “Madame Tussaud´s“, das weltberühmte Wachsfigurenkabinett, ein Ziel unserer Londonfahrt. Die Speicherkarten unserer Kameras wurden so gut wie voll mit Promifotos, angefangen bei der Queen Elizabeth, Michael Jackson bis hin zu David Beckham…. nicht zu vergessen der Höhepunkt für viele Mädchen, Robert Pattinson.

Ein Aufstieg auf die zweitgrößte Kuppel der Welt, der von Christopher Wren erbauten imposanten St Paul´s Cathedral, ermöglichte uns zum Abschluss am letzten Tag nochmals einen tollen Blick über die City of London. Zwangsläufig passierten wir auf unseren Erkundungstouren zu Fuß auch zahlreiche Brücken, wie z.B die Millennium-, die Westminster- und die weltberühmte Tower Bridge. Letztere überquerten wir in etlichen Metern Höhe über der Themse. Die Kronjuwelen und der London Tower durften bei so einem gigantischen Programm ebenfalls nicht fehlen.

Trotz allem kam die Freizeit nie zu kurz. Es standen uns ein Nachmittag in Camden Lock Market und alle Abende zur freien Verfügung und wir ließen die Tage gemütlich in ortsnahen Pubs, manche sogar in Clubs, ausklingen. Sehr viele ließen sich von den Musicals, wie “We will rock you“, oder “Sister Act“ begeistern. Am Samstag, dem 24.07.10, mussten wir leider unsere Koffer packen. Der Truppentransporter wartete schon wieder.

Die Heimreise verlief relativ gut, jedoch waren die Sicherheitsvorkehrungen am Londoner Flughafen strenger geregelt als in München, weshalb es auch leichte Verzögerungen gab. Um ca. 1.30 Uhr morgens erreichten wir dann den Busparkplatz am WDG. So ging eine sehr gelungene Studienfahrt viel zu früh zu Ende. Wir möchten uns bei den betreuenden Lehrkräften, Frau Maskos (Leitung), Herrn Hutter, Herrn Riermeier, Frau Orthuber, Herrn Radlinger und Herrn Kinninger für die abwechslungsreichen, interessanten und lustigen Tage bedanken.

A. Simmelbauer, V. Beck

zurück


 

© WDG - Pocking

aktualisiert: 01.09.2004